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Uta Möhler mit Schwester Petra-Paula (c) Foto: HinzpeterUta Möhler mit Schwester Petra-Paula (c) Foto: Hinzpeter

Uta Möhler (Jahrgang: 1968)

Ausbildungen: Krankenschwester, Diakonatsausbildung, Pfarrhelferin, Heilpraktikerin (Heilpflanzenkunde, Kunst-und Kreativtherapie)

Mein Arbeitsplatz: Mesnerin in der wunderschönen Rokoko-Schlosskirche St. Martinus in Erbach/Donau

 

Schwester Petra-Paula oder Schwester Martina-Hildegard unterstützt mich bei Kirchenführungen.

 

Benny (der 3.) von der SOS-DalmatinerrettungBenny (der 3.) von der SOS-Dalmatinerrettung

 

 

 

Dalmatiner Benny (*01.05.2002) passt auf mich auf, wenn ich Zuhause kreativ arbeite. Er sorgt für die nötigen Pausen und ausreichend Frischluftzufuhr.

Benny ist ein Dauerpflegegast und gehört der SOS Dalmatinerrettung.

 

 

 

 

 

 


 

Kurzpredigt 4. Sonntag in der Osterzeit C (17.04.2016) / Joh 10,27-30

Weltgebetstag um geistliche Berufe

 

Uta mit Schafpulli (c) Foto: S. PattUta mit Schafpulli (c) Foto: S. Patt

Ich habe mir meinen Schafpulli übergezogen, bin somit rein optisch zur Hirtin einer Herde geworden. Die Herde umgibt mich, wärmt mich, schützt mich und, da es stille Schafe sind, stört sie mich nicht, und da es keine lebendigen Schafe sind, brauchen sie weder Wasser noch Nahrung.

Es ist ziemlich bequem Hirtin so einer Schafherde zu sein - und es ist fern ab jeder Realität.

Manchmal scheint es mir, als ob die Hirtinnen und Hirten, Menschen in Führungs-positionen - nicht nur in der Kirche - die Realität der „Schafe“ nicht mehr kennen. Sie haben es sich mit ihrem Hirtenmantel oder Schafpulli behaglich eingerichtet. Die Schafe sind für sie da – nicht umgekehrt, und am liebsten sind ihnen die stummen Schafe, die sie nicht hinterfragen.

Ist das wirklich wünschenswert, ein Hirte, eine Hirtin, die nur um sich selbst kreist?

Jesus ist kein Hirte, der dieses Hirtenamt nur nach außen trägt wie einen Pulli, sondern er ruft die Schafe, er trägt sie – wie es in vielen Darstellungen zu sehen ist – wenn die Schafe nicht mehr allein weiterkommen. Er behütet sie, sorgt für sie und gibt ihnen die Gewissheit: Ihr werdet niemals zugrunde gehen und niemand wird euch meiner Hand entreißen.

Das ist eine Zusage, die Leben zulässt, die Angst nimmt. Egal was passiert ist, was passieren wird, wir sind geborgen, wir werden nicht zugrunde gehen, und egal wie dunkel und trostlos unser Leben scheint: Jesus, der gute Hirt, wird mich nicht fallen lassen, nicht los lassen. – Nichts und niemand wird mich seiner Hand entreißen können.

Doch warum trage ich heute diesen Schafpulli? Er soll mich erinnern an diese Zusage Jesu, die gleichzeitig ein Auftrag ist es IHM gleichzutun, oder mit Saint-Exupery gesprochen: „Herr, leih mir ein Stück deines Hirtenmantels, damit ich meine Schwestern und Brüder mit der Last ihrer Sehnsucht darunter berge“.

Uta Möhler