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Wendelin - 20. Oktober

Wendelin lebte zur Zeit des Trierer Bischofs Magnerich um 570 in den Vogesen als fränkischer Einsiedler oder Mönch. Nach der späteren Legende des 15. Jh.s war er ein iroschottischer Königssohn, Einsiedler, Hirt und Abt von Tholey. Wendelin fand seine letzte Ruhestätte, schon um 1000 bezeugt, in dem später nach ihm benannten St.-Wendel im Saargebiet. Sein Grab wurde ein besonderer Wallfahrtsort. Seine Verehrung als Schutzherr für Feld und Vieh verbreitete sich im Rhein-Mosel-Gebiet, im alemannischen Raum und durch Auswanderer nach Osteuropa und Nordamerika.

Heiliger Wendelin (c) Uta MöhlerHeiliger Wendelin (c) Uta Möhler

 

Patron der Hirten, Bauern; des Viehs; gegen Viehseuche; für gedeihliche Witterung, gute Ernte.

 

Dargestellt im Hirtenkleid oder in der Einsiedlerkutte, zu Füßen eine Krone, um ihn Viehherden.

 

Für "Wendelin" sind auch folgende Namen gebräuchlich:
Wendelin, Wanda

 

(Quelle: www.heilige.de. Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.)

 


 

Kapelle St. Wendel zum Stein

Die im Jahre 1511 - 15 von einem Eremiten errichtete Wallfahrtskapelle wurde aufgrund eines Gelübdes gestiftet. Vor der Errichtung befand sich, der Sage nach, schon vorher eine Kapelle, die ein Schäfer, der an dieser Stelle einen Schatz fand, erbauen ließ. Die Kapelle ist dem "Patron der Hirten" St. Wendelin geweiht. Bereits zu keltischer Zeit hat der Standort als Kultstätte gedient. In dem hinter der Kapelle aufrangenden Tuffsteinfelsen befindet sich eine Höhle, in der vorzeitliche Funde entdeckt wurden. 

Die Wallfahrten zur "Sankt-Wendel-Kapelle, die noch im Jahre 1790 groß waren, haben heute nur noch eine geringe Bedeutung. Heute finden bei St. Wendel regelmässige Veranstaltungen statt. Das traditionelle Maifest sowie auch die 'Kirche im Grünen' beleben diesen Ort. 2001 wurde erstmals wieder eine gottesdienstliche Waldweihnacht in der tiefverschneiten Kapelle gefeiert.

In den Jahren 2013 bis 2014 wurde die Kapelle zuletzt baulich saniert. Hier hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der ev. Kirchengemeinde Dörzbach über das Förderprogramm „Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) / LEADER“ den stark beschädigten Dachstuhl wieder herrichten lassen, um eine sichere Nutzung des Denkmals für kulturelle Zwecke zu garantieren. (Textquelle: www.doerzbach.de, Foto: Bernd Haynold - Eigenes Werk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=689983)

St. Wendel zum Stein (c) Foto: Bernd Haynold - Eigenes Werk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=689983St. Wendel zum Stein (c) Foto: Bernd Haynold - Eigenes Werk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=689983

Anmerkung von Uta Möhler: In dem Mesnerhäuschen neben der St. Wendel-Kapelle wurde meine Ur-Großmutter geboren.