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Theresia - 15. Oktober

Theresia von Jesus geboren am 28. März 1515 zu Ávila, trat am 2. November 1535 in das Karmelitinnen-Kloster Menschwerdung in Ávila ein. Nach manchen Irrwegen, Hindernissen und Krankheiten erfuhr die mystische Erlebnisse und Legte 1560 das Gelübde ab, immer das Vollkommenere zu tun. Von nun an befolgte sie genau die Regel. Unter großen Schwierigkeiten und nur durch Vermittlung des Petrus von Alcántara konnte sie 1562 den Reformkonvent vom hl. Joseph gründen und unter Mitwirkung des Johannes vom Kreuz bis 1578 noch mehrere Reformklöster errichten. Neuer Widerstand verhinderte die Weiterführung der Reform. Erst die 1580 vollzogene Lostrennung der Unbeschuhten eröffnete dem Reformwerk neue Aussichten. Doch Theresia konnte selbst nicht mehr dazu mitwirken. Am 4. Oktober 1582 starb sie zu Alba de Tormes. Ihre Reliquien befinden sich in der dortigen Karmeliterkirche. Die spanischen Stände erklärten sie 1617 zur Patronin Spaniens. In ihrem Buch »Die Seelenburg« hat Theresia das mystische Leben bis zur höchsten erreichbaren mystischen Gottesvereinigung dargestellt. Im Jahre 1970 wurde sie zur Kirchenlehrerin erhoben.

Teresa von Avila zwischen Töpfen und Pfannen (c) Uta MöhlerTeresa von Avila zwischen Töpfen und Pfannen (c) Uta Möhler

Patronin von Spanien; für ein innerliches Leben; in geistlichen Nöten; der Bortenmacher; gegen Kopf- und Herzleiden.

dargestellt im Karmelitinnenhabit mit Geißel und Dornen, mit Herz, Pfeil und Taube, mit Schreibfeder und Buch, in mystischer Schau.

Für "Theresia" sind auch folgende Namen gebräuchlich:
Theresia, Resi, Teresa, Thea, Theresa, Theresita, Tracy

(Quelle: www.heilige.de. Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.)

 

 

 


 

 Herr der Töpfe und Pfannen 

Herr der Töpfe und Pfannen,
ich habe keine Zeit,
eine Heilige zu sein
und Dir zum Wohlgefallen
in der Nacht zu wachen,
auch kann ich nicht meditieren
in der Morgendämmerung
und im stürmischen Horizont.

Mache mich zu einer Heiligen,
indem ich Mahlzeiten zubereite
und Teller wasche.
Nimm an meine rauen Hände,
weil sie für Dich
rau geworden sind.

Kannst Du meinen Spüllappen
als einen Geigenbogen gelten lassen,
der himmlische Harmonie
hervorbringt auf einer Pfanne?
Sie ist so schwer zu reinigen
und ach, so abscheulich!

Hörst Du, lieber Herr,
die Musik, die ich meine?
Die Stunde des Gebetes ist vorbei,
bis ich mein Geschirr
vom Abendessen gespült habe,
und dann bin ich sehr müde.

Wenn mein Herz noch am Morgen
bei der Arbeit gesungen hat,
ist es am Abend schon längst
vor mir zu Bett gegangen.
Schenke mir, Herr,
Dein unermüdliches Herz,
dass es in mir arbeite statt des meinen.

Mein Morgengebet
habe ich in die Nacht gesprochen
zur Ehre Deines Namens.
Ich habe es im voraus gebetet
für die Arbeit des morgigen Tages,
die genau dieselbe sein wird
wie heute.

Herr der Töpfe und Pfannen,
bitte darf ich Dir
anstatt gewonnener Seelen
die Ermüdung anbieten,
die mich ankommt
beim Anblick von Kaffeesatz
und angebrannten Gemüsetöpfen?

Erinnere mich an alles,
was ich leicht vergesse;
nicht nur um Treppen zu sparen,
sondern, dass mein
vollendet gedeckter Tisch
ein Gebet werde.

Obgleich ich Martha-Hände habe,
hab' ich doch ein Maria-Gemüt,
und wenn ich die schwarzen Schuhe putze,
versuche ich, Herr,
Deine Sandalen zu finden.
Ich denke daran,
wie sie auf Erden gewandelt sind,
wenn ich den Boden schrubbe.

Herr, nimm meine Betrachtung an,
weil ich keine Zeit habe für mehr.
Herr, mache Dein Aschenbrödel
zu einer himmlischen Prinzessin;
erwärme die ganze Küche
mit Deiner Liebe
und erleuchte sie mit Deinem Frieden.

Vergib mir, dass ich mich absorge,
und hilf mir, dass mein Murren aufhört.
Herr, der Du das Frühstück am See
bereitest hast, vergib der Welt,
die da sagt: "Was kann denn
aus Nazareth Gutes kommen?"

(Teresa von Avila)


 

Eine ausführliche Heiligenbeschreibung finden Sie auch im Ökumenischen Heiligenlexikon von Joachim Schäfer:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienT/Teresa_von_Avila.htm