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Maria - 8. September

Mutter Gottes. Die Evangelien berichten über die Jugend Marias nichts. Dagegen erzählt das apokryphe Jakobusevangelium wie eine Legende von den Eltern Marias Joachim und Anna sowie über das Heranwachsen Marias. Die Evangelien nennen Maria die Verlobte Josephs. Nach israelitischem Recht bedeutet die Verlobung schon das Zustandekommen einer wirklichen Ehe. Durch den Erzengel Gabriel wurde Maria der Ratschluss Gottes verkündet, dass sie durch ein Wunder Gottes die Mutter des Messias werden solle. Maria erklärte sich freiwillig bereit, Werkzeug des göttlichen Willens zu sein. Als Maria und Joseph in Bethlehem weilten, gebar sie das Kind, das sie, wie es der Engel gesagt hatte, Jesus nannte. Bei der Darstellung des Kindes im Tempel sagte der greise Simeon Maria voraus, dass sie am Leiden des Sohnes schmerzhaften Anteil haben werde. Um den Nachstellungen des Königs Herodes zu entgehen, zogen Maria, Joseph und das Kind nach Ägypten. Nach dem Tod des Königs kehrten sie zurück und wohnten fortan in Nazareth. Während der öffentlichen Wirksamkeit Jesus trat Maria kaum hervor. Aber sie stand unter dem Kreuz, und der sterbende Jesus empfahl sie seinem Lieblingsjünger Johannes. Nach der Himmelfahrt Jesu erwartete sie im Kreis der Jünger die Herabkunft des Heiligen Geistes. Über das spätere Leben Marias gibt es keine gesicherten Quellen. Als Ort ihres Todes werden in der Überlieferung Jerusalem sowie Ephesus genannt. Das heutige Fest der Geburt Marias scheint schon im 6. Jh. in der Ostkirche begangen worden zu sein und ist sicher in der 1. Hälfte des 7. Jh.s bezeugt. Papst Sergius I. ordnete um 700 die Feier des Festes für Rom an. Im 10. Und 11. Jh. verbreitete es sich in der ganzen Kirche.

Ave Maria (c) Uta MöhlerAve Maria (c) Uta Möhler

 

 

 

Patronin der Christenheit; der Kürschner, Tuchmacher, Bandwirker, Fransemacher, Seidenarbeiter, Hersteller von Gold- und Silberstoff, Lebkuchenbäcker, Lichterzieher, Töpfer, Schiffer, Essigbrauer, Destillateure, Köche, Gastwirte, Limonadenverkäufer, Seefischhändler; Patronin der Bistümer Aachen und Speyer; gegen Blitz, Gewitter; in allgemeinen Nöten und Anliegen.

 

 

 

Für "Maria" sind auch folgende Namen gebräuchlich:
Maria, Maike, Maja, Manon, Mareike, Mareille, Marianne, Marieke, Mariel, Mariella, Marielle, Marika, Marilyn, Marion, Marita, Maruska, Mary, Mascha, Maureen, Meike, Merga, Merl, Merle, Mia, Mietze, Mimi, Mira, Mirijam, Mirja, Mirjam, Mirl, Mizzi, Moira, Molly , Marlene, Marlies, Marliese, Muriel, Ria, Mara

 (Textquelle:  www.heilige.de. Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.)


 

 Gebete zu und mit Maria

  • Gegrüßet seist du, Maria

"Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen"

http://www.katholisch.de/glaube/unsere-gebete/das-ave-maria

  • Das Rosenkranzgebet, so wird es gebetet

http://www.katholisch.de/glaube/unsere-gebete/das-rosenkranzgebet

  • Das Angelus-Gebet

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Maria sprach: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.“
Gegrüßet seist du, Maria, ...
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.
Gegrüßet seist du, Maria, ...
Bitte für uns, heilige Gottesmutter, dass wir würdig werden der Verheißung Christi.
Lasset uns beten: Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen

 

  • Das Regina caeli

Freu dich, du Himmelskönigin, Halleluja! Den du zu tragen würdig warst, Halleluja, er ist auferstanden, wie er gesagt hat, Halleluja. Bitt Gott für uns, Halleluja.

Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria, Halleluja, denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, Halleluja.

Lasset uns beten: Allmächtiger Gott, durch die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, hast du die Welt mit Jubel erfüllt. Lass uns durch seine jungfräuliche Mutter Maria zur unvergänglichen Osterfreude gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

(Quelle: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/ein-gebet-der-ganzen-welt)

 

  • Salve Regina
Salve, Regina,
mater misericordiae;
Vita, dulcedo et spes nostra, salve.

Ad te clamamus, exules filii Evae.
Ad te suspiramus, gementes et flentes
in hac lacrimarum valle.

Eia ergo, advocata nostra,
Illos tuos misericordes oculos
ad nos converte.
Et Iesum, benedictum fructum ventris tui,
Nobis post hoc exilium ostende.

O clemens, o pia, o dulcis virgo
Maria.
Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit;
Unser Leben, unsere Wonne
Und unsere Hoffnung, sei gegrüßt!

Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;
Zu dir seufzen wir
Trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.

Wohlan denn, unsere Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen uns zu
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gesegnete Frucht deines Leibes!

O gütige, o milde, o süße Jungfrau
Maria.

 

(Siehe auch: http://www.erzbistum-freiburg.de/html/das_salve_regina.html)

 

  • Magnificat (deutsch)

Meine Seele preist die Größe des Herrn,

und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.

Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,

und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht

über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:

Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

Er stürzt die Mächtigen vom Thron

und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben

und lässt die Reichen leer ausgehen.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an

und denkt an sein Erbarmen,

das er unseren Vätern verheißen hat,

Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Magnificat anima mea Dominum,

et exsultavit spiritus meus in Deo salvatore meo,

quia respexit humilitatem ancillae suae.

Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes,

quia fecit mihi magna, qui potens est,

et sanctum nomen eius,

et misericordia eius in progenies et progenies

timentibus eum.

Fecit potentiam in brachio suo,

dispersit superbos mente cordis sui;

deposuit potentes de sede

et exaltavit humiles;

esurientes implevit bonis

et divites dimisit inanes.

Suscepit Israel puerum suum,

recordatus misericordiae,

sicut locutus est ad patres nostros,

Abraham et semini eius in saecula.

 

(Siehe auch: http://www.erzbistum-freiburg.de/html/das_magnificat_marias_lobgesang.html)

 

Maria unterwegs (c) Uta MöhlerMaria unterwegs (c) Uta Möhler

 

 

 

 

 

  • Meine Gedanken zum Magnificat (näfäsch - ruach)

"Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter“. (Lk 1,46). Die ersten Worte des Magnificat, des Lobgesangs Mariens, erzählen von Seele (hebr.: näfäsch) und Geist (hebr.: ruach). Das hebräische Wort „näfäsch“ kann auch mit „Kehle“ übersetzt werden. Es bezeichnet den Knotenpunkt und Sitz des Lebens. Die Kehle ist der Bereich des Körpers, an dem der Atem ein- und ausströmt, die Nahrung aufgenommen und die Stimme gebildet wird. Menschen mit Kehlkopferkrankungen, besonders Kehlkopflose, spüren tagtäglich was es bedeutet, wenn dieser Knotenpunkt seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann.

Der kehlkopflose Moraltheologe Bernhard Häring hat  Atemnot und Erstickungsangst durchlebt. Er meditierte über den Abba-Atem:

„Unser natürlicher Atem ist ein Ursymbol des Liebesatems Gottes, des Heiligen Geistes“. Trotz oder gerade wegen seiner eigenen Erfahrungen ermuntert er: „Laß dich von immer wachsendem Staunen ergreifen, dass dein Atem dich erinnern darf, dass du selbst ganz hineingenommen bist in dem Atem der ewigen Liebe zwischen Vater und Sohn.“

Als Jesus seine Jüngerinnen und Jünger aussendet, „hauchte er sie an: Empfangt den Heiligen Geist“ (Joh 20,22) und Paulus schreibt im Galaterbrief: „Um euch die Erfahrung zu schenken, dass ihr Söhne/Töchter Gottes seid, sandte Gott den Atem seines Sohnes in unser Herz, den Atem der ruft: Abba – Vater“ (Gal 4,6  nach Häring).

Maria, die Mutter Jesu, hat den Liebesatem Gottes erfahren. Sie singt dem dreifaltigen Gott ihr Loblied: „Meine Kehle (Seele) preist die Größe des Herrn, und mein Atem (Geist) jubelt über Gott, meinen Retter“.

(Uta Möhler)