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Bruder Jakob als Kirchenführer."Bruder Jakob" aus der Living Puppets-Familie (c) Foto: Uta Möhler"Bruder Jakob" aus der Living Puppets-Familie (c) Foto: Uta Möhler

Das A-B-C der Klosterkirche Oberelchingen

 

 

Liebe Kinder,

wir stehen am Eingang der Klosterkirche Oberelchingen.

Herzlich Willkommen! Schön, dass ihr da seid. Kommt, wir schauen uns die Kirche etwas genauer an. Da gibt es vieles zu entdecken… .

 

 

- A -

 

  • Um den Altar, den Tisch des Brotes, versammeln sich die Christen zur Feier der Heiligen Messe.
  • Das Lesepult in der Kirche nennt man Ambo. Dort wird aus der Bibel vorgelesen und die Bibel erklärt. Früher hat der Pfarrer von der Kanzel aus gepredigt.

Bruder Jakob am Ambo (c) Foto: Uta MöhlerBruder Jakob am Ambo (c) Foto: Uta Möhler

  • An den Pfeilern sind 12 Leuchter angebracht, die an die 12 Apostel erinnern. Darum nennt man sie auch Apostelleuchter.
  • Heilige Frauen und Männer sehen oft sehr ähnlich aus. Damit man sie trotzdem erkennen kann, tragen die Heiligenfiguren Attribute (Erkennungszeichen). Ein bekannter Heiliger ist Florian. Florian war Soldat. Er steht meist neben einem brennenden Haus und löscht das Haus mit einem Eimer Wasser. Florian ist der Schutzheilige der Feuerwehr.

 - B - Br. Jakob im Beichtstuhl (c) Foto: Uta MöhlerBr. Jakob im Beichtstuhl (c) Foto: Uta Möhler

  •  Der Beichtstuhl ist der Ort, an dem ich meine Schuld und mein falsches Verhalten bekenne und wo Gott mir vergibt.
  • Benedikt und seine Schwester, Scholastika, sind Schutzheilige (Patrone) unserer Klosterkirche.

- C -

  • Im Chorgestühl haben die Mönche mehrmals am Tag miteinander gesungen und gebetet. Jeder hatte seinen eigenen Platz.

– D –

  • Schaut mal nach oben! Auf den Deckengemälden seht ihr Bilder aus dem Leben von Jesus, Maria und Benedikt.

-E -

  • Habt Ihr schon die Empore entdeckt? So heißt der Balkon hinten in der Kirche.
  • Viele Engel sind in der Klosterkirche. Engel sind Boten Gottes. Die kleinen Engel heißen Putten.
  • Das Ewige Licht brennt immer neben dem Tabernakel als Zeichen, dass Jesus bei uns ist.

Bruder Jakob beim Fürbittbuch (c) Uta MöhlerBruder Jakob beim Fürbittbuch (c) Uta Möhler

 

- F –

  • Das Fürbitt-Buch liegt vor dem Marienaltar. Hier schreiben Menschen ihre Sorgen und ihren Dank hinein. Z.B. wenn jemand krank ist oder Angst hat, oder ein Dankeschön für alles Gute.

 

 

 

  -G -

  • Die Glocken rufen die Menschen zum Gottesdienst. Der Stundenschlag dient zur Zeitansage.
  • Handpuppe Bruder Jakob und Marionette Schwester Gertrud (c) Uta MöhlerHandpuppe Bruder Jakob und Marionette Schwester Gertrud (c) Uta Möhler
  • Am Gertrudisaltar treffen wir die kleine Schwester Gertrud, die bei ihrer Namenspatronin der Heiligen Gertrud von Helfta, oder Gertrud der Großen, betet. Die kleine Gertrud möchte auch eine so kluge und fromme Frau werden wie ihre Namenspatronin. Sie ist ihr Vorbild.
  • Der Grundriss unserer Klosterkirche ist 60 Meter lang und 20 Meter breit.

 

- H –

  • Heilige sind unsere Vorbilder, weil sie fest an Jesus Christus geglaubt haben, und anderen Menschen  geholfen haben. Hier seht ihr den Heiligen Antonius mit dem Jesuskind. Antonius ist auch der „Schlamperheilige“, weil er hilft, verlorene Sachen wieder zu finden.

Br. Jakob und Antonius von Padua (c) Foto: Uta MöhlerBr. Jakob und Antonius von Padua (c) Foto: Uta Möhler

- I –

  • Im Innenraum der Kirche feiern wir Gottesdienst. Er ist auch ein ganz besonderer Ort um zur Ruhe zu kommen und allein zu beten.

 - J -

  • Jesus ist für uns Christen sehr wichtig. Er ist der Sohn Gottes.
  • Der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Spanien nennt man Jakobsweg. Das Erkennungszeichen der Jakobspilger ist die Muschel. Oberelchingen liegt am Jakobsweg und hat einen eigenen Pilgerstempel.

 

- K -

  • Die Kerzen geben Licht und Wärme. Sie erinnern an Jesus Christus, der von sich gesagt hat „Ich bin das Licht der Welt“.
  • Jesus starb am Kreuz, darum ist das Kreuz das wichtigste Zeichen für uns Christen.

 - L -

  • Die Mönche haben früher die Laudes (die Morgengebete) im Chorgestühl gebetet. Es ist schön den Tag mit Gott zu beginnen. Vieles geht leichter. Gott begleitet mich an jedem neuen Tag.
  • Stundengebet (c) Uta MöhlerStundengebet (c) Uta Möhler

 

- M -

  • Die Mesnerin und der Mesner sind die Hausmeister der Kirche. Sie helfen dem Pfarrer und den Ministranten und sorgen dafür, dass in der Klosterkirche alles in Ordnung ist.

Gnadenbild von Oberelchingen (c) Uta MöhlerGnadenbild von Oberelchingen (c) Uta Möhler

  • Maria, die Mutter von Jesus, ist auch eine Schutzheilige unserer Klosterkirche. Deshalb findest du dort viele Bilder und Figuren von Maria. Wir haben in unserer Kirche eine ganz besondere Marienfigur (Schmerzensmutter): In ihrem Herz stecken 7 Schwerter. Das bedeutet, dass sie mit Jesus viel Leid und Schmerz getragen hat. Menschen kommen seit fast 400 Jahren nach Oberelchingen zur „Maria der 7 Schmerzen“ und erzählen ihr, was sie schmerzt, ängstigt oder freut.

- N -

  • Gott liebt die Natur. Er möchte, dass die Menschen die Natur schützen und pflegen. Die Klosterkirche ist mit vielen schönen Blumen aus Gips oder Metall verziert. Wenn ihr auch echte Pflanzen sehen wollt, besucht doch den Klostergarten. Dort gibt es Blumen, Kräuter, Bäume, Nistkästen und ein Insektenhotel zum Anschauen. Vielleicht trefft ihr dort auch die Klostergartenkatze.

- O -

  • Schaut euch das Musikinstrument auf der Empore an: Unsere große Orgel. Wir haben auch eine kleine Orgel im Altarraum. Bei den Gottesdiensten wird entweder die große oder die kleine Orgel von der Organistin oder dem Organisten gespielt.
  • Die Osterkerze wird in der Osternacht gesegnet. Sie ist ein Zeichen für Jesus, der mit seiner Auferstehung die Dunkelheit des Todes besiegt hat.

- P -

  • Unsere Kirche heißt Sankt Peter und Paul. Petrus und Paulus waren zwei Apostel, die den Menschen von Jesus erzählt haben. Sie wurden verfolgt, und sind für Jesus und den Glauben gestorben.

- R -

  • Erinnerungsstücke an heilige Menschen nennt man Reliquien. Sie sind schon viele hundert Jahre alt und schön verziert.

 - S -

  • In der Sakristei ziehen sich Pfarrer und Ministranten ihre Gewänder an und bereiten sich auf den Gottesdienst vor.

- T -

  • Das goldene Kästchen im Hochaltar nennt man Tabernakel. Dort wird das gewandelte Brot aufgehoben. Neben dem Tabernakel brennt das Ewige Licht zum Zeichen, dass Jesus in der Gestalt des Brotes jetzt bei uns ist.
  • Der Heilige Geist wird oft als weiße Taube mit Strahlenkranz dargestellt.
  • Am Taufbecken werden die Kinder (und manchmal auch Erwachsene) getauft und so in die Gemeinschaft von Jesus und der Kirche aufgenommen. Wer getauft wurde, darf sich „Christin/Christ“ nennen.

Br. Jakob am Taufbecken (c) Foto: Uta MöhlerBr. Jakob am Taufbecken (c) Foto: Uta Möhler

- U -

  • Die Uhr vor dem Altarraum erinnert uns daran, dass Gott uns die Zeit geschenkt hat. Wie verbringen wir unsere Zeit? Haben wir auch Zeit für Gott?

 - V -

  • Die Vesper ist das Abendgebet in der Kirche und im Kloster.

- W -

  • Wallfahrt bedeutet, unterwegs sein zu einem heiligen Ort. Unsere Klosterkirche ist eine Wallfahrtskirche. Viele Menschen kommen hier her, um vor der Figur der Maria (Schmerzensmutter) zu beten.
  • Das Weihwasserbecken am Eingang der Kirche soll alle Christen daran erinnern, dass sie getauft sind. Wenn Christen die Kirche betreten, machen sie mit dem Weihwasser das Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
  • Es gibt auch einen Vorratsbehälter für Weihwasser. Dort kann man Weihwasser in kleine Flaschen füllen und mit nach Hause nehmen.

 

 - Z  -

  • In der Klosterkirche sind manche Zahlen in römischen Ziffern geschrieben. Unter dem Deckenbild steht die Jahreszahl: MDCCLXXIV. Weißt Du welches Jahr das ist?

 

Jeder Buchstabe steht für eine Zahl:

I=1, V=5, X=10, L=50, C=100, D=500, M=1000.

 

Diese werden einfach zusammengezählt.

ACHTUNG! Es gibt auch Ausnahmen:

Steht ein Buchstaben vor einem anderen mit einem höheren Wert, so wird dieser Buchstabe vom Wert der Zahl abgezogen, zum Beispiel: IV = 4.

 

Wir rechnen die Zahl zusammen aus: MDCCLXXIV

M = 1000

D =  500

C =  100

C =  100

L =   50

X =   10

X =   10

IV=    4

        1774

 

Richtig gerechnet!

Im Jahr 1774 wurde der Altarraum neu eingeweiht, nachdem der alte Altarraum durch einen Brand zerstört wurde.

 


 

Liebe Kinder,

ihr habt die Klosterkirche erkundet. Wir stehen nun wieder an einer Türe. Die Türe ist auch ein Zeichen für Jesus. Er hat gesagt: „Ich bin die Tür.“ Wir sind durch die Taufe in die Kirche aufgenommen. Meistens haben die Eltern oder Paten uns das erste Mal durch die Kirchentüre getragen. Jetzt seid ihr schon groß und öffnet die Türe alleine. Kommt gerne wieder vorbei, wenn ihr beten wollt, wenn Euch etwas bedrückt, wenn ihr „Danke“ sagen wollt oder  die Ruhe in der schönen Klosterkirche erleben wollt. ihr seid herzlich eingeladen zu einem Gottesdienst, singt und betet mit der Gemeinde, mit Euren Eltern und Großeltern. Vielleicht treffen wir uns da wieder?

 

Liebe Grüße von

Adieu (c) Uta MöhlerAdieu (c) Uta Möhler

Bruder Jakob und Schwester Gertrud (2012)


Update 2017:

Schwester Gertrud hat sich inzwischen ganz in ihr Kloster zurückgezogen (aus Altersgründen) und Bruder Jakob lebt jetzt in Nagelsberg. Sie sind beide nicht mehr in Oberelchingen aktiv. Die Gästeführungen übernimmt jetzt Schwester Petra-Paula.


 

 

© Copyright:

Fotos, Idee und inhaltliche Gestaltung: Uta Möhler

Bruder Jakob ist eine Living Puppet Therapiepuppe / Handpuppe.